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für einen Bräutigam am Hochzeittage ſchicke. Hippolyt und Klara ſahen zwar heiterer aus und ſchienen ihres Glücks mit Innigkeit zu ge⸗ nießen; doch war ihre Abreiſe noch auf den⸗ ſelben Abend feſtgeſetzt, was ihnen denn natür⸗
lich auch eine gewiſſe zerſtreute und gedrückte
Gemüthsſtimmung gab.— Auch der Vetter machte ein ungewöhnlich ernſtes, nachdenkliches Geſicht. Man hatte gehofft, er werde die Pau⸗ ſen mit Trinkſprüchen und gereimten Reden aus— füllen, wie er ſonſt wol that, wenn Niemand anders ſich dazu hergeben wollte. Statt deſſen hatte er den Ehrenplatz an Ulrike's Seite ver⸗ laſſen und ſich ganz unten zu dem juriſtiſchen Hausfreund des Kammerdirectors geſetzt, einem alten Schmerbauch mit Doppelkinn und kleinen verſchmitzten Augen, der nur ſogenannten rothen Dicken trank, einen jetzt aus der Mode gekom⸗ menen ſchweren ſüßen Wein, der ſtark gefärbt iſt und blaue Ränder um die Lippen macht.
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