Teil eines Werkes 
1. Theil (1855) Im Traum
Entstehung
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fremde Dienſte getreten war. Beide hatten außer ihrem Ueberfluß an Liebe nur noch einen großen Mangel an Geld; an Heirathen war alſo ohne Einwilligung des Oheims nicht zu denken, und daß dieſe nicht zu erlangen ſtand, das wußten die jungen Mädchen zur Genüge. Es half alſo nichts, als auf den Tod des Alten zu warten und auf das Erbtheil, das er den Nichten ver⸗ muthlich hinterlaſſen würde. Denn obſchon er über dieſen Punkt niemals auch nur die leiſeſte Andeutung fallen ließ, ſo ſtand doch nicht anzu⸗ nehmen, daß er die jungen Mädchen, die ſo lange in ſeinem Hauſe gelebt und zu ſeiner Unter⸗ haltung beigetragen hatten, ganz leer ausgehen laſſen und ihnen nicht wenigſtens einen Theil ſeines beträchtlichen Vermögens zuwenden würde.

Der gute beſcheidene Vetter, der inzwiſchen zum unbeſoldeten Aſſeſſor emporgerückt war, wurde der Vertraute der beiden Liebespaare. Auch in dieſe höchſt ſchwierige Rolle fand er