Teil eines Werkes 
1. Theil (1855) Im Traum
Entstehung
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ſich ohne Neid und mit gutem Anſtand. Er beſtärkte die Liebenden in ihrem Vorſatz, die Zeit walten zu laſſen, und warnte ſie aufs in⸗ ſtändigſte, den Oheim ja nicht mit Bitten und Vorſtellungen zu bedrängen, die unter den ob⸗ waltenden Umſtänden doch keinen Erfolg haben könnten und ſie nur des heimlichen Glücks berau⸗ ben würden, das ihnen jetzt noch vergönnt ſei.

Die Liebenden folgten dem guten Rath; ſie genoſſen das heimliche Glück mit vollen, durſtigen Zügen und ſtellten ſich dabei vor der Welt ſo fremd und kalt, daß Niemand ein ge⸗ naueres Verhältniß ahnte. Bei der Mehrzahl unſerer jungen Offiziere wäre das vermuthlich ein ſehr gewagtes Erperiment geweſen; die offen⸗ bare Kälte würde der heimlichen Zärtlichkeit wol bald verderblich geworden ſein. Dieſe Beiden aber liebten ſo treu und innig, von denen war kein Verrath zu befürchten. Namentlich hielt Urike ihren Hugo wie mit Zauberbanden; ſein