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den Beſitz der Güter gegen eine beträchtliche Leibrente an ſeine Seitenverwandten abgetreten; er iſt in der Ferne verſchollen.— Das Legat ſelbſt, dieſer Gegen⸗ ſtand einer ſo verwegenen Speculation, wurde der recht⸗ mäßigen Beſitzerin ausgezahlt. Aus dem armen Geſell ſchaftsfräulein war nun eine wohlhabende, ja eine reiche Frau geworden; aber konnte ſie mit allen Reichthümern ſich den Frieden ihres Herzens, ihrem wahnwitzigen Manne den Verſtand, ihrem todten Kinde das Leben wieder kaufen?!
Ueber den Tod des Letztern ſchwebte ein Dun⸗ kel, das nie völlig gelüftet worden. Man wußte nur, daß Rudolph, ſowie er die Flucht des ſchwer mißhandelten und doch noch immer glühend geliebten Weibes erfuhr, in die entſetzlichſte Tobſucht ausge⸗ brochen war.
Den Tag darauf, nachdem erſich dem Anſcheine nach vollkommen geſammelt, begab er ſich auf die Spur der Flüchtigen, die eben nicht ſchwer ſiel auf⸗ zufinden. Sein kleines Söhnchen nahm er mit ſich, man wußte nicht zu ſagen, ob auf eigenen Entſchluß oder auf Bitten des Kindes. Am Fuß des Gebir⸗ ges angelangt, hatte er den Wagen, der ihn bis dahin geführt, zurückgeſchickt und war mit dem Kna⸗ ben in das Dickicht des Waldes gegangen; der


