Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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entſcheidenden Zeitpunkt in ſeiner Aufſicht zu behalten und wenn das Document dann nur einmal unter⸗ zeichnet war,(wozu ſich ja tauſend Gelegenheiten finden mußten), ſo wollte er ſchon dafür ſorgen, daß das Geld in keine andern Hände kam als in die ſeinen. Die bald darauf erfolgte Entdeckung ſeiner Unterſchlagungen und ſeine Verurtheilung zu mehr⸗ jährigem Gefängniß hatten ſeinen Plan wohl verän⸗ dern, aber nicht zerſtören können. Nachdem er ſeine Freiheit wieder erlangt, war er Helenens Spur gefolgt wie der Geier ſeiner Beute; die alte Dörte hatte wohl gewußt, wovor ſie Helene warnte. Da er inzwiſchen, ohne ſeinen ganzen Plan zu ge⸗ fährden, doch nicht wagen durfte, ſich perſönlich vor Helenen ſehen zu laſſen, ſo hatte er ſeinen Neffen Emil, ſeinen würdigen Zögling und Schüler, ins Geheimniß gezogen. Von Emil, der überdies vor Be⸗ gierde brannte, ſich an der kleinen ſchnippiſchen Schau ſpielerd irne zu rächen, rührte der Plan her, Helene mit ihrem Gemahl dergeſtalt zu entzweien, daß ſie die Flucht ergriffe; vorher wollte man ſich ihrer Unterſchrift verſichern und war ſie dann erſt ein⸗ mal aus dem Lande, und zwar als flüchtige Ehe⸗ frau, mit Schimpf und Schmach bedeckt, ſo hoffte man die Beute in Sicherheit genießen zu können.