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ſchon vor Jahren ſeine Begierde entzündet, noch im⸗ mer nicht vergeſſen hatte.
Zugleich aber wollte er auch ein vortheilhaftes Geſchäft für ſich ſelber machen— für ſich und ſei⸗ nen Freund und Oheim, Herrn Nonnemann: denn Niemand anders war der verkappte Advocat. Man erinnert ſich der eiligen Reiſe, die Herr Nonnemann mit der kleinen Helene zum Sterbebett des alten Herrn von Eberſtein machte. Er hatte Grund dazu; Herr von Eberſtein, ſeines alten Haſſes gegen Florine vergeſſend und nur die Liebe zu ſeinem En⸗ kelkinde im Herzen, hatte letzterem ein höchſt bedeu⸗ tendes Legat ausgeſetzt. Um jedoch jeden Mißbrauch deſſelben zu verhüten und namentlich um zu verhin⸗ dern, daß daſſelbe in Florinens Hände käme, hatte er das Capital gerichtlich niedergelegt, mit der Beſtim⸗ mung, daß Zins zu Zins geſchlagen würde, bis es die Tochter der Schauſpielerin dereinſt nach zurückgelegtem fünfundzwanzigſten Jahre gegen eine von ihr als⸗
dann vor Zeugen auszufertigende Quittung erheben ſollte. Die Kenntniß dieſes Legats hatte Herr
Nonnemann im Einverſtändniß mit dem betrügeriſchen Juſtizrath, in deſſen Sturz er bald darauf ſo ſchmäh⸗ lich verwickelt ward, ſeiner Nichte vorenthalten; er rechnete darauf, das junge Mädchen bis zum


