Der Mann, aus deſſen Auge der helle Wahnwitz mich anſtierte, war Rudbolph und das Kind auf ſeinem Schooß war unſer Hermann— und das Kind war todt..
Schlußwort des Herausgebers.
Hier endet die Handſchrift meiner theuren ver⸗ klärten Freundin; ſo oft ſie auch dazu angeſetzt, ſo vermochte ſie es doch niemals, die Erzählung über dieſen Punkt hinaus zu bringen; die Erinnerung an den entſetzlichen Moment, wo ſie den Gatten, dem ſie ent⸗ flohen, als Wahnwitzigen an der Straße fand, ihr todtes Kind auf dem Schooße, war zu furchtbar, die Feder entſank ihrer Hand.
Auch iſt es nur wenig, was ich noch zur Ver⸗ ſtändigung hinzuzufügen brauche. Die Ahnung der unglücklichen Frau war nur allzurichtig geweſen, Emil hatte wirklich einen Schurkenſtreich an ihr beabſichtigt. Undzwar einen zweifachen: von altem Haß und Neid noch von den Kinderjahren her gegen ſie eniflammt, hatte er ſie wollen dem Grafen Waldemar in die Hände liefern, deſſen getreuer Unterhändler er war bei allen unſaubern Geſchäften und der das ſchöne Weib, das


