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welche er mir, gegen ſein eigenes beſſeres Wiſ⸗ ſen, bisher nur ans Grauſamkeit verweigert. Um jeden Schein eines Vergehens abzulenken und mei⸗ nen Ruf möglichſt zu bewahren, ſollte ich meine Flucht allein antreten, ohne Begleiter; ſo konnte wenigſtens Niemand von einer Entführung ſprechen. Im nahen Gebirg dann wollten Emil und Her⸗ mann, der zu dieſem Zweck ausdrücklich nach Deutſch⸗ land herüberkommen wollte, mich erwarten; ſie waren beide meine Vettern, meine nächſten und einzigen Verwandten, und ſo ziemte es ihnen wohl als die Beſchützer und Vertheidiger eines tiefgekränkten Wei⸗ bes aufzutreten.— Freilich mußte ich mich auf dieſe Weiſe entſchließen, meinen theuren Knaben für einige Zeit allein zurückzulaſſen. Doch erklärte auch Hermann es für eine ganz zweifelloſe Sache, daß Rudolph nicht die mindeſten Schwierigkeiten machen würde, mir das Kind zu überlaſſen.—
„Und was dann weiter kommt, ſchloß der Brief,„das, meine Helene, lenke Gott, in deſſen Schutz ich Dich befehle. Eine Feſſel zu zerbrechen, die Dich elend macht, ohne Rudolph zu beglücken, kann kein Unrecht ſein; darum wird uns Gott auch beiſtehen.“


