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geht; auch der unſcheinbarſte Menſch und der unbedeutendſte Gegenſtand werden uns lieb und ge⸗ winnen Werth und Bedeutung, wenn ſie uns an eine theure, ach auf ewig verſchwundene Zeit erinnern.
So erging es mir mit Emil. Ich hatte ihn früher niemals ſo recht leiden können; jetzt dage⸗ gen, da er der Einzige war, der mir aus einer Zeit geblieben, die mir ehedem ſo höchſt unglücklich erſchien und die mir doch jetzt vorkam wie ein verſchwunde⸗ nes Paradies, jetzt faßte ich eine wahrhaft ſchweſter⸗ liche Neigung zu ihm und freute mich jedesmal, wie ſein feines geiſtreiches Antlitz in die Thüre blickte.
Auch kam er nie, ohne mir einen Troſt zu bringen, nach dem mein Herz ſo begierig war. Her⸗ mann war mein Abgott, mein Heiliger, von ihm zu hören, mich über ihn unterhalten zu dürfen, der In⸗ begriff meines Glücks.
Und dieſes Glück verſchaffte mir Emil im reich⸗ ſten Maße. Während er über das fernere Schick⸗ ſal unſeres Oheims ein diseretes Schweigen beob⸗ achtete, das ich auch in keiner Weiſe zu ſtören für gut befand, war er in Erzählungen von Hermann unerſchöpflich. Durch ihn erfuhr ich, daß derſelbe in der That glücklich nach England zurückgekehrt,


