Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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freiſtand, ſo kam er bald in die ſchlimmſten Verle⸗

genheiten, beſonders da auch ſeine eigenen Seitenver⸗ wandten, bei ſeiner Kinderloſigkeit und ſeiner noto⸗ riſchen Verſchwendung, anfingen, ihm etwas genauer auf die Finger zu ſehen.

Freilich ſpielte Graf Waldemar bei alledem noch immer eine höchſt glänzende Figur; er hielt ſich noch immer Hunde, Pferde, Wagen wie früher und auch an Schmarotzern und Maitreſſen fehlte es ihm nicht. Doch wußte Jedermann, daß dieſer Glanz nur ein erborgter war und daß wenn die Schmarotzer zur einen Thür hinausgingen, die Wucherer zur andern hinein⸗ kamen— und unter ihnen, wie man behauptete, auch Emil.

Zwölftes Capitel. Der Verſucher

Wäre mir dieſe Verbindung Emil's mit dem Gra⸗ fen bekannt geweſen, ich würde vermuthlich den Umgang mit ihm gänzlich abgebrochen oder mich doch wenigſtens vorſichtiger und kälter gegen ihn benommen haben. Allein wer weiß nicht, wie es mit Jugenderinnerungen