Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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. und ſo innerlich krank, wie leider das unſere war,

da ſind Mangel und Sorge gerade noch die richti⸗ gen Mittel, das, was an ſich ſchon ſchlimm genug iſt, noch immer mehr zu verſchlimmern und die Herzen immer kühler und verdroſſener zu machen.

Und zwar war eine von den allerſchlimmſten Folgen dieſe, daß Rudolph, entmuthigt und erbittert durch die Erfolgloſigkeit ſeiner bisherigen Unterneh⸗ mungen, ſich endlich einem völligen Müſſiggange in die Arme warf. Ich mußte immer an das Bild denken, vas er hatte für Graf Waldemar malen wollen und von dem er ſelbſt noch gar nicht gewußt, was es hatte werden ſollen. Ganze Tage, ja Wochen und Monate konnt er vor der Staffelei ſitzen, die rieſigſte Leinwand wurde aufgeſpannt, Blei und Kohle mit größter Sorgfalt geſpitzt, Farben und Pinſel zurechtgerückt— und endlich, nach monate⸗ langem Brüten und Warten, war es doch Alles wie der nichts, die Leinwand war entweder leer geblieben oder der an ſich ſelbſt verzweifelnde Künſtler zerſtörte in dem raſchen Zornausbruch eines Augenblicks, was er in Wochen und Monaten mühſam zu Stande gebracht.

Hätte ich das richtige Auge der Liebe gehabt und wäre ich Rudolph überhaupt geweſen, was ich