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einer letztwilligen Verfügung, unmittelbar vor ihrem Tode aufgeſetzt, ausdrücklich zugeſchrieben hatte.
Doch war die Summe weit kleiner, als man nach dem ſonſtigen glänzenden Auftreten der Künſt⸗ lerin hätte erwarten ſollen. Die Reiſe, welche Ru⸗ dolph mir zu Liebe gleich nach der Trauung ange⸗ treten und auf der wir den größten Theil von Ita⸗ lien und Deutſchland beſuchten, mochte auch mehr ge⸗ koſtet haben als er veranſchlagt. Dazu kam nun der koſtſpielige Aufenthalt in der Reſidenz, der für Rudolph doch eine Nothwendigkeit war, indem er nur hier hoffen durfte, ſein Talent zur Geltung zu brin⸗ gen; es kamen dazu die häufigen Krankheiten un⸗ ſeres Knaben und andere häusliche Unfälle, die un⸗ ſere Einnahmen verkürzten und die Ausgaben ver⸗ größerten. Das kleine Capital von meiner Mutter war längſt geſchmolzen wie Schnee in der Sonne, Rudolph's Gemälde, ſo ſehr einzelne Kritiker ſie auch prieſen, fanden keine Käufer und bald genug klopf⸗ ten Noth und Sorge an unſere Thüre.
Nun mag es wohl ganz wahr ſein, was man ſo oft in Vers und Proſa hört: nämlich daß eine echte wahre Liebe auch Froſt und Hunger überwin⸗ det. Doch gilt dies dann nur immer von der ech⸗ ten wahren Liebe; wo ein Verhältniß ſo künſtlich
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