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Zu allem Unglück war ich im Lauf unſerer Ehe auch noch ſo thöricht(denn ſo weit war es in der That zwiſchen uns gekommen, daß Vertrauen und Offenheit eine Thorheit war), ihm mein Verhältniß zu Hermann zu offenbaren und der Flamme ſeiner Eifer⸗ ſucht dadurch eine neue und höchſt gefährliche Nah⸗ rung zu geben. Es war bald nach der Geburt un⸗ ſeres erſten und einzigen Kindes, eines Knaben, in deſſen großen braunen Augen ich mit ſchmerzlichem Entzucken das Andenken meines fernen Jugendfreun⸗ des zu leſen meinte Unſchuldigen Herzens, wie ich bei allen meinen Verirrungen war, bat ich Rudolph, dem Knaben den Namen des entfernten verſchollenen Freundes beizulegen.
Denn niemals, ſo oft ich es mir in der Stille auch vorgenommen, hatte ich den Muth gewonnen, an Hermann zu ſchreiben, ſelbſt nicht, nachdem ich Rudolph mit meinen Beziehungen zu ihm bekannt gemacht hatte, und da ich auch niemals wieder die geringſte Nachricht von ihm erhalten, ſo war er in der That für mich ſo gut wie verſchollen und ver⸗ loren.— Rudolph bewilligte mir meine Bitte zwar: allein auch dies that er wieder mit einem Ausdruck, dem ich deutlich anſah, wie ſchwer es ihm wurde
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