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die Verbrechen aus Feigheit und Schwäche, jene Ver⸗ brechen, die wir ſelbſt gar nicht begehen wollen und die dann doch aufeinmal daſtehen, rieſengroß, mit ihrem ſchwarzen Schatten jede Freude und jede Hoff⸗ nung unſeres Lebens erdrückend.
Achtes Cupitel. Auf der Hochzeitreiſe.
Und dies war auch mein Verbrechen. Meine ganze Seele jubelte dem fernen Freunde entgegenz; wie vor Jahren, in der Stunde unſerer Trennung, als weinendes Kind, war ich auch heut als erwach⸗ ſenes Mädchen jeden Angenblick bereit mein Schickſal in ſeine Hand zu legen. Aber mir fehlte der Muth es auszuſprechen, mir fehlte die Kraft des Willens, eine Entſcheidung zu treffen und mit klaren und runden Worten zu ſagen: dies will ich und dies will ich nicht. Was ſollte aus Rudolph werden? Was ſollte die Gräfin von mir denken? Was jene ganze glänzende Verſammlung, der ich vor wenigen Tagen erſt als Rudolph's Verlobte vorgeſtellt worden? Mußten ſie nicht Alle meinen, ich ſei in Wirklichkeit das leicht⸗
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