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faſt erdrückt— oder weil ich hoffte, ihre Anſichten durch meine Einwürfe zu berichtigen, als vielmehr um das Geſpräch auf allgemeinere Gegenſtände zu lenken und ihm dadurch dieſen Charakter der Auf⸗ regung und Leidenſchaftlichkeit zu nehmen, den es bisher trug, wenigſtens von ihrer Seite,— erlaubte
ich mir einige Einwendungen gegen die zuletzt von ihr geäußerte Behauptung über die Unverträglichkeit des Künſtlerberufs mit Weiblichkeit und Sitte zu erheben. Auch leitete mich dabei vielleicht, mir unbewußt, der inſtinetimäßige Trieb, Florinen vor ſich ſelbſt zu vertheidigen; war ſie doch meine Mutter und gerann mir doch das Blut in den Adern, wenn ich dieſe unbewegliche, eherne Miene ſah, mit der ſie den Stab über ſich ſelber brach.
Allein noch ehe ich meinen Satz vollendet, ſiel ſie mir ſchon e Wort. Es war dies über⸗ haupt, wie ich bereits in den wenigen Stunden un⸗ ſeres Beiſammenſeins bemerkt hatte, eine Eigenthüm⸗ lichkeit der geiſtreichen und leidenſchaftlichen Frau, daß ſie ſelten Jemand vollſtändig zu Ende reden ließ; ihr lebhafter Geiſt eilte dem Gedankengange des Andern zuvor und ſchnitt ihm den Faden der
Rede gleichſam von dem Munde ab. Auch mochte die Unterhaltung der Salons, wo man es ja, wie


