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ſpäteren Jahren angeeignet habe, beſtärkt mich in meinem Glauben— daß nur diejenigen die wahren Künſtlerinnen ſind, die mit der Flamme des Genius auch das Siegel der Sitte unverletzt auf ihrer Stirne tragen und daß umgekehrt jede Schwäche, die das Weib ſich zu ſchulden kommen läßt, auch einen dun⸗ keln Fleck auf dem Strahlenmantel der Künſtlerin zurückläßt, mag dieſer Fleck auch noch ſo unſch ſein und mag auch das ganze Auge des Kenners dazu gehören, nicht etwa des Theater⸗ ſondern des Seelenkenners, um ihn herauszufinden.
Siebentes Capitel. Auf der Sonnenſeite des Lebens.
Wiewohl ich mich zu jener Zeit, von der ich eben erzähle, über dieſen und einige nahverwandte Punkte noch nicht ſo klar machen konnte, wie ich es jetzt vielleicht im Stande bin, ſo fühlte ich doch, e ſchon erwähnt, das Schiefe, das in den Behauptun⸗ gen meiner Mutter lag. Nicht ſowohl aus Wider⸗ ſpruchsgeiſt— denn in der That fühlte ich mich von der überlegenen Geiſteskraft dieſer wunderbaren Frau


