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lieben und haſſen kann und kann froh und traurig ſein und kommen und gehen und wachen und ſchla⸗ fen, wie es ihr ums Herz iſt und braucht nicht ewig Poſten zu ſtehen in dieſer Liverei der Lüge und wenn mein allergnädigſter Herr und Gebieter, das Publicum winkt, ſo apportire ich! Es muß ja auch ſolche Schickſale geben, verſteht ſich: aber wem ſie fallen, der weiß was er daran zu tragen hat und daß hier eine Stunde des Glanzes und der Luſt aufgewogen wird durch Jahre des Elends und der Entzweiung mit ſich ſelbſt. Denn das, mein Kind, ſind die ſchlimmſten Feinde, die wir haben, bie innern, die im eigenen Buſen wohnen. Ach und für wen ſind ſie gefährlicher, wer hat mehr von ihnen zu lei⸗
den als wir Aermſten, wir Künſtlerinnen! Was der Menſch iſt, ſoll er ganz ſein; auch wer den Ruf des Genius in ſich fühlt, ſoll ſich ihm ganz und ohne Vorbehalt widmen; was die Leute Vernunft, Sitte und Tngend nennen, ſind dann für ihn nur leere Namen, der Flug des Genius brauſt darüber hin — entweder Du wirſt zerſchmettert auf Deiner allzu⸗ kühnen Fahrt oder ſie trägt Dich auf Höhen, wo alle jene kleinlichen Rückſichten der Geſellſchaft, dieſe Gängelbänder der Thoren und Unmündigen, weit unter
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