Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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ſie hätte dennoch nicht daraus weichen müſſen, es ſei denn mit ihrem Kinde auf dem Arm!

„Gutmüthige Thörin,“ ſagte ich zu mir ſelbſt, „da haſt Du Dich nun geſehnt und gegrämt ein ganzes Leben lang nach Deiner Mutter— und ſie hat ſich von Dir abgewendet, da Du noch in den Win⸗ deln lagſt, wie man ſich von einer Laſt abwendet, die man froh iſt los zu werden, und hat ſich nicht wieder umgeſchaut nach Dir in vollen achtzehn Jah⸗ ren! Wie viel Schmerz, wie viel Elend hätte mir erſpart werden können, hätte ſie damals den Muth gehabt, mich auf ihren Arm zu nehmen und mich mit ſich hinauszuführen in Nacht und Wind, immer dem Elend entgegen!— Ich hätte vielleicht mein frühes Grab dabei gefunden: aber wäre denn das Grab nicht eine Wohlthat geweſen gegen dieſe Ju⸗ gend, die ich im Hauſe meines Oheims verbrachte? Ja gerade weil ſie ihn kannte, dieſen furchtbaren unergrundlichen Mann, weil ſie ſelbſt auf der Fol⸗ terbank ſeines Haſſes geblutet hatte— wie war es ihr möglich, mich, ihr einziges Kind, die letzte Hin⸗ terlaſſenſchaft eines Gatten, der ſie ſo ſehr geliebt und der ihr ſo ganz entriſſen war, ſelbſt bis auf den Namen— wie war es ihr möglich, wie konnte ſie es über ihr Herz bringen, dies Kind in den