Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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allerdings vollkommen begreifen, wie ein minder fügſa⸗ mes, minder ſchüchternes Gemüth, als Gott es mir be⸗ ſchieden hatte, durch dieſe unaufhörliche, tägliche und ſtündliche Marter, welche mein Oheim im Stande war auf ſeine Umgebung auszuüben, dazu getrieben werden konnte, ſein Haus mit dem Rücken anzuſehen — auch wenn dies Haus die letzte Zuflucht auf Erden war, ja ſelbſt wenn es die Wiege des ein⸗ zigen Kindes, den letzten kümmerlichen Reſt ſo vieler glänzenden Hoffnungen, umſchloß.... Jedermann, ſage ich, wird dies begreiflich fin⸗ den und auch ich ſelbſt thue es jetzt. Dennoch, da ich mir bei dieſen Aufzeichnungen einmal die voll⸗ kommenſte und buchſtäblichſte Wahrheit zur Pflicht gemacht habe, ſo darf ich nicht verſchweigen, daß ich damals, da meine Mutter dies Verhältniß mir zuerſt auseinanderſetzte, keineswegs ſo völlig damit einverſtanden war. Es ſchien mir, als könne es keine Macht auf Erden geben und keine Qual und keine Marter, die eine Mutter dazu bringenkönne, ihr Kind zu verlaſſen; es ſchien mir, als hätte das Haus meines Oheims, in welchem meine Mutter ſo unglückliche Tage verlebte, bewohnt ſein können bis unter das Dach von Schlangen und Drachen und