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mann ſie verfolgte. Er hatte, wie wir wiſſen, niemals mit ihr harmonirt; er hatte immer in ihr nur das ,an⸗ geheirathete Kind' ſeines Vaters, einen Fremdling in der Familie und eine unnütze Vermehrung ſeiner eigenen Laſten geſehen. Daß ſie gewagt hatte, ſich ſeiner ehernen Zucht zu entziehen und eine Laufbahn zu betreten, die er in tiefſter Seele verabſcheute, hatte ſeinen Widerwillen natürlich nur noch geſtei⸗ gert. Jetzt, da ſie als Verfolgte, als Hilfloſe, ja ſpre⸗ chen wir es nur aus: als Gefallene zu ihm ins Haus zurückkam— denn welche Achtung konnte ſeinem miß⸗ gunſtigen Herzen dieſe Ehe noch abnöthigen, nach⸗ dem das Gericht ſelbſt erklärt hatte, es ſei gar keine Ehe?!— jetzt glaubte er den Zeitpunkt gekommen, wo er das früher Verſäumte nachholen und durch die unerbittlichſte, gewaltthätigſte Strenge den allzu⸗ kecken Geiſt meiner Mutter brechen und bändigen könnte. Die Unglückliche hatte endlich keine Wahl, als ſich über der Wiege ihres Kindes, vor den Augen des uner⸗ bittlichen Bruders, das Meſſer durch die Bruſt zu ſtoßen— oder ein Haus zu verlaſſen, das ihr durch ihn zur Hölle geworden war.
So wenigſtens ſtellte Florine das Verhältniß dar und wer die Geſchichte meiner eigenen jammer⸗ vollen Kindheit noch im Gedächtniß hat, der wird es


