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verſtand jetzt, warum er mich vor ſich in die Höhe ge⸗ hoben und mein kleines unſchuldiges Kindergeſicht ſo ſorgfältig, ſo ängſtlich mit dem Gemälde unter dem Trauerflor verglichen hatte— und auch dieſe Miſchung von Zorn und Liebe, von Strenge und Güte, mit der er mich behandelt hatte, verſtand ich jetzt nur allzuwohl: es war die natürliche Zärtlich⸗ keit des Großvaters, kämpfend mit der Abneigung und dem Haſſe, den eine ungeliebte, ihm wider Willen aufgedrängte Schwiegertochter in ihm erweckt hatte — eine Schwiegertochter, in der er nicht blos die Verführerin, nein, auch die Mörderin ſeines Sohnes
Denn dies war der unglückliche Verla jungen leidenſchaftlichen Liebe geweſen. Eberſtein, jung, unerfahren, kopflos vor Leidenſchaft, hatte die meiſten jener Vorſichtsmaßregeln verſäumt, welche nöthig geweſen wären, die heimlich geſchloſſene Ehe auch wirklich als Geheimniß vor der Welt zu bewahren. Im Gegentheil: der Uebermuth ſeiner Leidenſchaft, vielleicht auch Eitelkeit auf den Beſitz des ſchönen Weibes, hatten ihn verführt, ſich öffent⸗ lich mit Florinen zu zeigen; er hatte ſie vom Thea⸗ ter hinweggenommen und, unfähig ihre Nähe auf längere Zeit zu entbehren, ihr insgeheim eine
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