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unterwerfen mögen, das Herr Nonnemann, in deſſen Hände nach dem frühen Tode beider Eltern ihr Schickſal gerathen war, über ſie verhängt hatte, ganz in derſelben Art und mit derſelben eiſernen Schwere, unter welcher ich dann in der Folge zu ſeufzen hatte.
Aber Florine war kein Kind mehr wie ich, ſie war ein früh gereiftes Mädchen von entſchloſſe⸗ nem und männlichem Geiſte. Dazu kam ein unwi⸗ derſtehlicher Trieb zur Bühne; ſchon von früh an war das Theater der Gegenſtand ihrer heißeſten Sehnſucht geweſen und je ſelbſtändiger ſie ſich ent⸗ wickelte, je mächtiger trat auch dieſe Leidenſchaft zu Tage— und mit der Leidenſchaft wuchs das Talent.
Natürlich war dem ſtrengen, aller weltlichen Freude und Luſtbarkeit abgewandten Herrn Nonnemann der Gedanke, ein Weſen, das irgend wie in Bezie⸗ hung zu ihm ſtand und wenn es auch nur ein ange⸗ heirathetes Kind ſeines Vaters war, könne jemals die Bühne betreten, dieſen wahren Schauplatz ſchnöder Weltluſt, unerträglich. Auf alle Weiſe ſuchte er den Plan des jungen Mädchens zu hintertreiben, erreichte damit jedoch weiter nichts, als daß ſie heimlich ſein Haus verließ und ſich auf gut Glück bei einer jener herumziehenden Truppen anwerben ließ, die, eben weil ſie auf der niedrigſten Stufe der Kunſt ſtehen, die


