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gewöhnliche Zuflucht aller jungen Talente ſind— und leider auch Derer, die ſich blos für Talente halten, ohne es zu ſein. Meine Mutter gehörte zu dieſen Letztern nicht, das bewies die Sonnenhöhe des Ruhmes, auf der ſie in dieſem Augenblick ſtand und die darum nicht min⸗ der glänzend war, weil ſie ſelbſt ſich davon erſchöpft und überſättigt fühlte. Aber auch der Anfang ihrer künſtleriſchen Laufbahn mußte ungewöhnlich raſch und glänzend geweſen ſein. Wenigſtens gelang es ihr ſchon wenige Monate, nachdem ſie das Haus meines Oheims verlaſſen, die Aufmerkſamkeit eines jungen Mannes zu feſſeln, der durch Rang und Reichthum zu den erſten Partien des Landes gehörte. Aus leichtbegreiflichen Gründen ging meine Mutter über dieſen Abſchnitt ihres Lebens ſehr raſch hinweg und ſo weiß ich weder zu ſagen, wie viel Antheil an dieſer Aufmerkſamkeit ihre Kunſt als Schauſpiele⸗ rin hatte und wie viel ihre Jugend und Schönheit — noch auch wie es kam, daß der junge reiche Edel⸗ mann ſie unter der herumziehenden Schauſpielerbande auffand. Jedenfalls war die Aufmerkſamkeit, welche der junge Mann ihr widmete, ſehr lebhaft,— ſo lebhaft, daß ſie bald in die glühendſte Leidenſchaft überging. Wie weit dieſelbe von Florinen erwiedert


