Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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den iſt! So muß das Erwachen der Kinder am Morgen nach dem Weihnachtfeſte ſein, wenn ſchon der Tan⸗ nenbaum die vergoldeten Zweige durch die Kammer⸗ thůr ſtreckt und ſo war auch mein Erwachen an dem Morgen, der jener verhängnißvollen Nacht zu⸗ nächſt folgte. Unter Lachen und Weinen, Fragen und Antworten war ich endlich eingeſchlummert, ohne es ſelbſt zu wiſſen und als ich erwachte, ſiel mein erſter Blick auf das Antlitz meiner Mutter.

Meiner Mutter! Welch ein Wort war das! und wie bebten meine Lippen, da ich es jetzt aus⸗ ſprechen durfte, ach in ſo ganz anderem Sinne und mit ſo ganz anderen Empfindungen als ſonſt!

Doch iſt es menſchliches Schickſal, daß keine Freude ganz rein und ungetrübt bleibt und auch die junge Roſe meines Glückes, die da ſo plötzlich an meinem Wege aufgeſproßt war, hatte ich ſollte es bald gewahr werden ihre Dornen.

Iſabella oder wie ich ſie wohl eigentlich nennen müßte, Florine hatte den Reſt der Nacht im Lehn⸗ ſtuhl vor meinem Lager zugebracht. War es dieſe un⸗ gewohnte Anſtrengung oder war es die Aufregung des vorhergehenden Abends oder endlich war es die Schuld des Morgenlichtes, das bleich und fahl durch die dicht geſchloſſenen Vorhänge ſiel genug, ich erſchrak

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