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unheimlichen Mannes, durch den mir meine Jugendzeit ſo bitter vergällt, ja mein ganzes Leben verdorben war.
Von da ab horchte Iſabella meinen Erzählungen mit der geſpannteſten Aufmerkſamkeit, kein Wort ent⸗ ging ihr; mechanuiſch blätterte ſie in den Bildern weiter, aber ich merkte wohl— und merkte es, warum ſoll ich die kleine Eitelkeit nicht eingeſtehen?— mit gehei⸗ mem Stolz, wie die ganze Aufmerkſamkeit der ſchönen, geiſtreichen, berühmten Frau bei meiner einfachen kin⸗ diſchen Erzählung war.
Mit einem Male ſprang ſie wie von Entſetzen geſchüttelt in die Höhe; die Arme heftig unter ein⸗ ander ſchlagend, ſtarrte ſie mich an mit weit aufgeriſſenen Augen, ſchritt die Stube zweimal auf und nieder; dann ſich wieder neben mich ſetzend, eines der Bil⸗ derchen aus der Mappe nehmend und es mir dicht vor die Augen haltend, fragte ſie mich mit kurzem herriſchem Tone:
„Was ſoll das Bild? Welche Geſichter ſind das? Und weſſen ſoll die Geſtalt ſein, die dort aus dem Baume tritt?“
Es war ein Phantaſiebild, eine Art von Ara⸗ beske, die ich unlängſt in einer müſſigen Stunde ent⸗ worfen und in der ich gleichſam mein ganzes Jugend⸗ leben ſymboliſch niedergelegt hatte. Unten ſah man


