Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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behaglich zurechtrückte, einige von den Albums und Zeichenmappen ergriff, die auf dem Tiſchchen vor ihr lagen, um darin während meiner Erzählung zu blät⸗ tern und da ſie dabei ihr freundlicheso bitte, erzäh⸗ len Sie! mit einer Stimme wiederholte, der auch ein minder vereinſamtes Herz als das meine, wohl ſchwerlich widerſtanden hätte, ſo ließ ich mich nicht zum drittenmal bitten, ſondern fing an, den Kopf vertraulich gegen ihr Knie gelehnt, ihr die Geſchichte meiner einſamen, verlaſſenen Jugend zu erzählen.

Anfangs ſchien ſie mir nur mit halbem Ohre zuzuhören; ſie blätterte in den Zeichnungen, beſah hier und dort ein Blatt und ließ dabei ihre Gedanken vermuthlich in ganz andern Regionen ſchweifen. Allmählich indeß ſteigerte ſich ihre Aufmerkſamkeit und als ich einmal halb gegen meinen Willen denn aus einer Art von Schamgefühl vermied ich übrigens abſichtlich, irgend beſtimmte Namen und Localitäten zu nennen den Namen des Herrn Nonnemann nannte, fuhr ſie auf:

Nonnemann! Was iſt das für ein Name! und wie kann ein Menſch Nonnemann heißen!

Es war auch nur ein halber Menſch und ein ganzer Barbar, erwiederte ich mit erzwungenem Scherz und entwarf ihr eine flüchtige Schilderung des