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den haben, was mein Beſuch hier ſoll und woher dieſes Rachegefühl ſtammt, das ich heute befriedigt habe, indem ich ſah, wie die alte ſtolze Gräfin vor mir zitterte. Nehmen Sie Sich in Acht vor der Grä⸗ fin,“ fuhr ſie fort,„es iſt eine alte böſe Frau mit aller ihrer Vornehmheit und ihren ſanften Manieren; ſie hat mir Anträge machen laſſen, Anträge durch dieſes Jammerbild von Menſchen, dieſen ſogenannten Rittmeiſter—!“
Sie ſtampfte mit dem Fuß und vermochte vor Zorn nicht weiter zu reden. Dann ſich vor mich hin⸗ ſtellend, fragte ſie plötzlich:
„Kennen Sie Graf Waldemar 24 6 K5
Ich ſchüttelte ſchweigend mit dem Kopf; ich war nicht im Stande ein Wort hervorzubringen, ſo ſehr fühlte ich mich zugleich erhoben und niederge⸗ drückt durch den löwenartigen Grimm dieſer wun⸗ derbar unbegreiflichen Frau.
„Nun,“ erwiederte ſie mit einem Tone, der ge⸗ ringſchätzig ſein ſollte und doch nur leichtfertig klang: „Sie verlieren nicht viel daran, es iſt ein Mann, wie unſere Cavaliere ſind: ein Geſichtchen wie Milch und Blut, hübſcher Knebelbart, paſſable Augen, gu⸗ ter Tänzer, guter Reiter, artig gegen die Damen, witzig, wo es nicht anders geht, und ſentimental, wro


