Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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als wäre nicht das Mindeſte paſſirt, in t rruhigſten

und artigſten Weiſe, nahm ſie den Faden des frü⸗ beren Geſprächs wieder auf.

Die Frau Gräfin, ſagte ſie,beliebten ſich ſo eben nach dem Theater zu erkundigen. Wie es damit in der Hauptſtadt ſteht? Je nun, wie überall in Deutſchland; es will Abend werden, wir Schauſpieler find müde, ewig die alten elaſſiſchen Rollen zu ſpie⸗ len und unſere Dichter verſtehen doch nicht, neue zu ſchreiben. Im Uebrigen, ſetzte ſie nachläſſig hinzu, habe ich mich in der letzten Zeit wenig mehr um das Theater gekümmert und bin ſogar ohne Abſchieds⸗ rolle aus der Hauptſtadt abgereiſt; es war früher meine Leidenſchaft, das Theaterſpielen, aber du lieber Himmel, wenn man erſt in meine Jahre kommt, da

kühlen die Leidenſchaften ſich ab; meinen Sie nicht,

Rittmeiſter?

Der Rittmeiſter ſtammelte und ſtolperte von ſei nem Winkel aus irgend etwas zurecht, was kein Menſch verſtand. Die ſchöne Iſabella jedoch, über deren Aehnlichkeit ich nun allerdings vollſtändig aufgeklärt war, lächelte ihm ſo anmuthig zu, als hätte er das Verbindlichſte und Witzigſte von der Welt geſagt und hob dann, immer in demſelben leichten ſpielen⸗ den Tone, von Neuem an: