Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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von meinem Verſteck aus bemerkt hatte und auch der kleine zarte Fuß pochte und hämmerte unmerkbar, aber unaufhörlich wie damals.

Endlich, mit derſelben klangvollen melodiſchen Stimme, die mich gleich bei der erſten Begrüßung in Entzücken verſetzt hatte, ſagte ſie, ſich mit hold⸗ ſeligem Lächeln gegen den alten Rittmeiſter kehrend:

Und habe ich Ihnen denn nicht, als wir Abſchied nahmen, verſprochen, Sie nächſtens einmal aufzu⸗ ſuchen? Sie ſehen, mein Freund, Unſereins, wiewohl wir nur dem leichtfertigen Volk der Bühne angehören, iſt doch gewohnt Wort zu halten.... 3

Ein Blick, leuchtend und zerſchmetternd, wie ein Blitz, flog hinüber zur Gräfin. Doch war er auch von ebenſo kurzer Dauer wie der Blitz und gleich darauf, mit der aumuthigſten Freundlichkeit, fuhr ſie fort:

Da die Frau Gräfin mir ſoeben die Ehre erwies, ſich bei mir ſelbſt nach mir ſelbſt zu erkun⸗ digen, ſo darf ich ja wohl annehmen, daß ſie ein klein wenig Theilnahme für die mehrgenannte Iſa⸗ bella empfindet und ſo wird es alſo auch keiner Ent⸗ ſchuldigung bedürfen, daß eine Schauſpielerin ſich in die Gaſtfreundſchaft der Frau Gräfin eingedrängt hat. Und dann, ſich in die Cauſeuſe zurücklehnend,