Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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dieſe bezaubernde Erſcheinung den Mittag ihres Lebens bereits erreicht haben oder ihm doch ſehr nahe ſein müſſe.

Das Geſpräch zwiſchen der Fremden und meiner alten Gräfin wurde, wie geſagt, mit großer Lebhaf⸗ tigkeit geführt; eben hatte es ſich auf das Lieblings⸗ thema ſolcher Unterhaltungen, das Theater, gewendet und, meine Gräfin war gerade ſo glücklich geweſen, die längſt beabſichtigte Frage nach der ſchönen Iſa⸗ bella anzubringen, als die Thür aufging und der alte Rittmeiſter, der um dieſe Stunde des Abends mit der gnädigen Frau Couſine eine Partie Dame zu ſpielen pflegte, hereintrat. Ueberraſcht durch den un⸗ erwarteten Beſuch, trat er einen Augenblick zurück; dann mit den lebhafteſten Zeichen des Erſtaunens und der Freude auf die Fremde zueilend, rief er:

Aber um des Himmels willen, meine Gnädigſte, wache oder träume ich?! Wie kommen Sie hieher? Und welche wunderbare Schickſalsfügung führt Sie gerade unter dies Dach?

Und dann ſich zu der Gräfin wendend:

Und weiß die gnädige Coufine auch, ſtammelte er,wem ſie ihre Gaſtfreundſchaft erzeigt? Es iſt Iſabel⸗ la, die gefeierte Iſabella, der erſte Stern der deutſchen