Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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mir dahinrauſchte, fühlte ich lebhafter denn je, daß ich nur ein armes kümmerliches Geſellſchaftsfräulein....

Auch ihre Begrüßung mit der Gräfin trug den⸗ ſelben Stempel feinſter Weltbildung. Sie wußte der alten Dame ſo viel Verbindliches über ihre Gaſt⸗ freundſchaft zu ſagen, rühmte die Lage des Schloſſes und was ſie von ſeiner Einrichtung geſehen, mit ſo viel Einſicht und Geſchmack, wußte auch die Störung, die ſie veranlaſſe, ſo allerliebſt zu entſchuldigen und entwickelte bei dem Allen eine ſolche Sicherheit und Würde des Auftretens, daß auch meine alte Gräfin ſichtlich davon befriedigt war und mir über ihren Brillenrand hinweg verſchiedene Blicke des Einver⸗ ſtändniſſes zuwarf. Bald war die lebhafteſte Unter⸗ haltung im Gang; die Fremde war in der Re⸗ ſidenz vollkommen heimiſch, kannte alleguten. Häu⸗ ſer, auf welche die Gräfin das Geſpräch leitete und auch über Graf Waldemar und ſeine ſchönen Pferde und Hunde wußte ſie ihr allerhand Ange⸗ nehmes und Verbindliches zu ſagen.

Ich inzwiſchen nahm nur wenig Theil an dem Geſpräch; theils war ich niemals in der Reſidenz geweſen und kannte daher die Mehrzahl der Per⸗ ſönlichkeiten nicht, von denen hier die Rede war, theils konnte ich auch die Aehnlichkeit nicht los werden