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im Schatten— und dennoch war es mir, als müßte ich ſie ſchon irgend einmal erblickt haben....
In dieſem Augenblick erhob ſie ſich und da ich befürchtete, ſie möchte mir am Ende zuvorkommen, ſo ſprang ich ſchnell aus meinem Verſteck empor, eilte über den Corridor und trat zu ihr ins Zimmer.
Wie ich eintrat, ſtand ſie eben vor dem großen ſilbernen Doppelleuchter und las in einem zerknitterten Briefchen, das ſie jedoch bei meiner Annäherung haſtig verbarg; das volle Licht der Kerzen ſchien ge⸗ rade auf ihr Angeſicht und wiederum fiel mir eine Aehnlichkeit auf, die gar nicht größer ſein konnte, obwohl ich, verwirrt wie ich im Augenblick war, nicht wußte, wohin ich ſie bringen ſollte.
Inzwiſchen half die fremde Dame mir raſch über meine Verlegenheit hinweg. Des feinſten Welttons vollkommen Herr, wußte ſie das Aben⸗ teuer mit dem Wagen, die Noth in der Dorfſchenke, die etwas altmodiſche Höflichkeit des Haushofmeiſters ſo allerliebſt zu ſchildern, daß ich mich gleich nach den erſten Worten ganz vertraut fühlte Schon in⸗ dem wir über den Corridor gingen, legte ſie ihren weißen vollen Arm in den meinen; faſt um eines ganzen Kopfes Länge ragte ſie über mich empor und wie ſie in dem langen ſammetnen Sembe ſo neber


