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Cilſtes Capite. Ein Beſuch⸗
Nun verfloſſen die Tage wieder ſtill und ruhig. Der Zeitpunkt, wo Graf Waldemar den Dienſt ver⸗ laſſen und zu ſeiner Mutter zurückkehren ſollte, rückte immer näher und mit ihm wuchs auch meine Neu⸗ gier. Denn welches junge Mädchen wäre wohl nicht neugierig geweſen, den Helden ſo wunderlicher Aben⸗ teuer, den Gegenſtand ſo vieler Unterhaltungen ken⸗ nen zu lernen?
Die Gräfin ſah dieſem Zeitpunkt mit großer Genugthuung entgegen; nachdem es ihrem mütterli⸗ chen Einfluß gelungen war, jenen ſchlimmſten Stein des Anſtoßes hinwegzuräumen, zweifelte ſie keinen Augenblick, daß es ihr auch in allen andern Stücken gelingen werde, ſich im beſten Einvernehmen mit dem Sohne zu erhalten. Zwar das Verhältniß zu
Conſtanze und ihrer Familie war noch nicht völlig wieder hergeſtellt; man hatte Waldemar's Ver⸗
irrung, wie die alte Gräfin es ſchonend bezeichnete, hier denn doch etwas zu ſtark gefunden für einen fungen Mann, der die Kinderſchuhe nachgerade aus⸗ getreten und dem auch keineswegs unbekannt


