Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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war, was zwiſchen ihm und Conſtanzen beabſichtigt wurde.— Indeſſen auch in dieſer Beziehung tröſtete meine Gebieterin ſich damit, daß Waldemar's Anwe⸗ ſenheit Alles wieder in das richtige Gleis bringen werde; ſo viel ſtolze, ſpröde Herzen habe er beſiegt, wie laſſe ſich wohl denken, daß eine junge Landſchöne wie die kleine Conſtanze ihm widerſtehen könne?!—

Während alſo die Gräfin ſich ſolchen Erwar⸗ tungen und Hoffnungen hingab und dadurch in eine beſſere Laune verſetzt war als ſeit langem, kam eines Abends um die Dämmerſtunde— es war zu An⸗ fang des Herbſtes, wo die Abnahme der Tage ſchon merklich zu werden anfängt— der Haushofmeiſter herein und meldete: ſo eben ſei in der Nähe des Gutes eine fremde Herrſchaft mit dem Wagen ver⸗ unglückt, das Rad ſei gebrochen und der Stellma cher des Dorfes behaupte, den Schaden vor morgen Früh nicht euriren zu können. Nun ſei zwar für die Unterkunft der Dienerſchaft in der Dorfſchenke geſorgt: allein die Herrſchaft ſelbſt— noch dazu eine Dame, ſetzte

er mit bedeutungsvoller Geberde hinzu— könne ſich doch unmöglich mit dieſem ſchlechten Aufenthalt begnü⸗

gen und ſo habe ſie ihren Diener aufs Schloß geſchickt, mit der Bitte an die gnädige Gräfin, die