Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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freuen müſſen, nicht betrüben über das Aufſehen, welches die Verbindung ihres künftigen Verlobten mit der berühmten Schauſpielerin machte. Es ſcha⸗ dete gar nichts, wenn die Geldſendungen nach der Hauptſtadt in Folge dieſes Verhältniſſes auch etwas häufiger wurden, man hatte es ja: und du lieber Himmel, ein junger Mann iſt ja nur einmal jung und bis zu Waldemar's Mündigkeit waren nur noch ſechs oder acht Monate.

Ja ſoweit ging dieſe Verblendung, daß die alte Dame, ohne das mindeſte Gefühl für das Unſchick⸗ liche, das darin lag, ſogar mir, dem jungen, völlig unerfahrenen Mädchen, dem alle dieſe Herrlichkeiten und— Schlüpfrigkeiten der großen Welt völlige böhmiſche Dörfer waren, von dieſem Verhältniß er⸗ zählte, in der ſichern Vorausſetzung, mir damit eine ganz beſondere Ehre anzuthun und mir etwas höchſt Wichtiges und Intereſſantes mitzutheilen.— Bei der eigenthümlichen Vertraulichkeit, die zwiſchen Graf Waldemar und ſeiner Mutter beſtand, hatte der junge Mann(und dies war ohne Zweifel die beſte Seite dieſes Verhältniſſes) auch keine Art von Geheimniß vor ihr, ſondern theilte ihr Alles, was er erlebte und wovon er irgend vorausſetzen konnte, daß es ſie intereſſirte, mit einer Unbefangenheit mit, wie