Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Allein wozu hatte die ſchöne Iſabella denn ihre Be⸗ wunderer? An und für ſich zwar, das wurde ihr wiederum ſelbſt von ihren Gegnern zugeſtanden, hatten Geld und Koſtbarkeiten für ſie keinen Werth; ſie war ein echtes Künſtlerblut, das ebenſo leicht einnahm wie ausgab, ohne recht zu fragen, woher das Eine kam und wohin das Andere ging. Nicht der Reichthum als ſolcher lockte ſie, ſondern nur der Glanz, die Heiterkeit, das Leben, welche Reichthum, gepaart mit Geſchmack und Geiſt, um ſich zu ver⸗ breiten im Stande iſt. Sie ſelbſt war großmüthig und freigebig bis zur Verſchwendung und zwar mit Allem, was ſie beſaß: mit ihrem Gold, ihrem Credit, ihrem Witz, ach und ich fürchte, auch mit ihrer Per⸗ ſon

Aber dieſelbe Freigebigkeit und Großmuth er⸗ wartete ſie auch von ihren Liebhabern, ja ſie forderte dieſelbe als ein Recht und äußerte oft ihr naives Erſtaunen darüber, wie ſich Männer ihrem Zauber⸗ kreiſe nähern könnten, die ihre jährlichen Einnahmen nicht wenigſtens nach Zehntauſenden zählten. Die bos⸗ hafte Welt(die doch vielleicht in dieſem Fall gut⸗ müthiger war, als ſie ſelbſt wollte und wußte) behaup⸗ tete ſogar, ſie habe einige junge liebenswürdige und geiſtvolle Männer, aber von ſchmalen Mitteln, die