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Auch entbehrte ſie dabei wahrlich nichts. Im Gegentheil: was hätte dieſer Frau, ſo glänzend, ſo bewundert, von einem ſolchen Schwarm von Anbe⸗ tern umgeben, deren Jeder ſich glücklich ſchätzte, nur einen Wink ihres Auges, nur ein Lächeln ihres Mundes zu erhaſchen— was hätte ihr die Ehe bieten können als etwa jenes unſcheinbare ſtille häus⸗ liche Glück, für das ſie ſelbſt offenbar ſo wenig Sinn hatte und das vielleicht ſogar mit ihrer künſtleri⸗ ſchen Stellung nicht ganz vereinbar geweſen wäre? Ihr Haus war eins der glänzendſten der Reſidenz; die erſten Würdenträger des Staats, Officiere, Di⸗ plomaten, Alles was jung oder reich oder angeſehen war, berühmte Dichter und Schriftſteller, drängten ſich in ihren Salons; ſelbſt die jüngern Prinzen des regierenden Hauſes verſchmähten es nicht, ſich hin und wieder zu einem jener kleinen reizenden Feſte einzufinden, die Niemand ſo herrlich einzurichten verſtand wie die ſchöne Iſabella und denen ſie mit einem Witz und einem Liebreiz präſibirte, der den nüchternſten Ver⸗ ſtand zur Bewunderung hinriß, die kälteſten Herzen in lichte Flammen verſetzte.
Freilich koſtete eine ſolche Lebensweiſe Geld, viel Geld ſogar und jedenfalls mehr, als ſelbſt die Gage einer erſten Bühnenkünſtlerin der Reſidenz abwarf.


