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Gottlob: denn wir würden oft unterliegen) ſehr ſel⸗ ten, gerade das enge geräuſchloſe Gleis des häusli⸗ chen Lebens iſt es, das uns die meiſte Gelegenheit zum Straucheln bietet und für das wir daher auch am Beſten gerüſtet ſein ſollten.
Leider indeß ſollten meine guten Vorſätze diesmal nur halb zur Ausführung kommen, oder
doch nur halb den Erfolg haben, den ich mir davon
verſprochen hatte. An demſelben Tage, da Herr Nonnemann uns verlaſſen hatte, erkrankte Hermann. Es war ein hitziges Fieber, das bei der üppigen
Jugendfülle des ſiebzehnjährigen blühenden Knaben
raſch eine gefährliche Wendung nahm. Vielleicht wäre die Gefahr minder drohend geworden, hätte Tante Fränzchen ſich eher entſchließen können den Arzt rufen zu laſſen. Allein aus kleiner hausmütterlicher Aengſtlichkeit und Sparſamkeit, um dem Herrn Schwager nicht noch mehr, unnöthige Koſten“ zu machen, verſäumte ſie den richtigen Zeitpunkt und hielt ſich und den
Patienten mit Hausmittelchen hin, ſo lange es irgend
gehen wollte. Als endlich am dritten oder vierten Tage der Arzt herbeigerufen ward, machte er ein hoͤchſt bedenkliches Geſicht; der Kranke delirirte, Blut⸗
entziehungen, Eisumſchläge und wu


