Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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tauſenden ſeiner Mitmenſchen gehabt, reich, verehrt von Allen, die ihn kannten, und geſund und rüſtig bis zu ſeinem hohen Alter; es gäbe wohl Andere, die meiner Theilnahme näher ſtänden und würde ich daherſehr Unrecht thun, mich um dieſen Mann, der mir doch im Grunde immer fremd geblieben, einer leiden⸗ ſchaftlichen und maßloſen Betrübniß zu ergeben.

In der Stille konnte ich ihm allerdings nicht ganz Unrecht geben, nur die kalte klare Ruhe, mit der es ausſprach, ärgerte mich.

Es iſt und bleibt doch, dachte ich, indem ich allein auf meinem Lieblingsplätzchen unter dem Birn⸗ baum zurückblieb,eine nüchterne Seele und bei aller Gutmüthigkeit wird er mich doch nie verſtehen lernen.

In dieſem Augenblick kam Emil dazu; ich merkte wohl, daß er einige Zeit ſchon von Weitem gelauſcht hatte, wie er das ſeit einiger Zeit zu thun liebte. Doch hatte ich kein Arges dabei, indem ich es für eine ſeiner gewöhnlichen Neckereien hielt, die ſich nie⸗ mals durch beſondere Feinheit auszeichneten.

Auch Emil brachte das Geſpräch ſogleich auf den Todesfall, der mich betroffen, aber in einer Weiſe, die mich tief verletzte. Denn anſtatt an meinem Schmerz Antheil zu nehmen, neckte er mich mit meiner Be⸗ trübniß und behauptete, ich ſtellte mich nur ſo und