Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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an. Der alte treue Chriſtian hatte zu ſeinem unſäg⸗ lichen Schmerz beim Begräbniß nicht mit erſcheinen können, und auch ich mußte ohne Abſchied von ihm reiſen: die langen angeſtrengten Nachtwachen, die er am Sterbebett ſeines Herrn gethan, hatten ſeine Kräfte erſchöpft, er lag krank im Bett und mußte ſich begnügen, durch den Juſtizrath ſeine Wünſche und Segnungen an mich gelangen zu laſſen.

Die Rückreiſe, wiederum in einem Wagen des verſtorbenen Herrn von Eberſtein, ging ebenſo raſch vor ſich und ebenſo ereignißlos, wie die Hinreiſe; bei guter Zeit waren wir zu Hauſe, wo ich es denn mein Erſtes ſein ließ, die alte Dörte und die beiden Vet⸗ tern aufzuſuchen, um ihnen den Verluſt, den ich er⸗ litten, mitzutheilen. Die alte Dörte geberdete ſich wie eine Wahnſinnige: trotz meines Abmahnens ſtürmte ſie zu meinem Oheim ins Zimmer und hatte da eine Scene mit ihm, über deren näheren Hergang ich zwar nichts erfuhr, bei der ſie jedoch, nach allen Anzeichen zu ſchließen, ihrSchlachtſchwert' wieder ein⸗ mal mit großer Energie geſchwungen hatte.

Hermann nahm an meinem unerwarteten Ver⸗ luſt den innigſten Antheil und nur das ärgerte mich in meinem halbkindiſchen Schmerz, daß er mir vor⸗ hielt, wie gut es Herr von Eberſtein vor Hundert⸗