Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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Frühjahr, alſo zu einer Jahreszeit, die mein alter Gönner, Herr von Eberſtein, regelmäßig auf ſeinen Gütern zuzubringen pflegte. Auch diesmal that er es und ſo war eine Reihe von Monaten vergangen, ohne daß ich ſein liebes freundliches Antlitz geſehen hatte. Auf ſeinen ausdrücklichen Wunſch ſchrieb ich ihm zwar häufig und erſtattete ihm Bericht über den Gang meiner Lectionen, ſo wie überhaupt über Alles, was ſich in meinem kleinen Leben zutrug. Ich ſelbſt hatte mich an dieſe Briefe ſo gewöhnt und fand ſo viel Unterhaltung darin, daß ſie faſt die liebſte meiner Beſchäftigungen waren. Er dagegen mochte ſie wohl nur als Stylübungen betrachten oder richtiger geſagt

als Controlle meiner fortſchreitenden Bildung. Kal. E

nigſtens mußte ich das aus dem Umſtande ſchli

daß et, trot ſeiner ſonſtigen großen Zärtlichkeit ge⸗ gen mich, mir doch meine Briefe niemals beantwor⸗ tete und mir nur durch den alten Chriſtian gelegent⸗ liche Grüße und Beſtellungen zukommen ließ.

Es war, wie geſagt, im Frühjahr; der Tag war für die Jahreszeit ungewöhnlich warm geweſen und ich ſaß noch bei Einbruch der Nacht im Garten unter dem alten Birnbaum, der ſich eben wieder mit neuen ſpärlichen Blüthen bedeckte, und hing meinen ſtillen Träumen nach. Ich rief mir die K ſtillen

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