Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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ihres Lebens ſo wohlthuend ward und ſo erquicklich für Alle, die ihr jemals nahe kamen. Ich glaube, daß dieſe einfache Geſchichte bei alledem einiges Lehrreiche hat; fehlt ihr die Span⸗ nung des Romanes, ſo ſoll doch, hoffe ich, von den urſprünglichen Aufzeichnungen unſerer Freundin noch immerhin ſo viel übrig geblieben ſein, um den Leſer durch eine gewiſſe Wahrheit des Erlebten, ſowie durch die Tiefe und Treue der Empfindungen zu entſchädigen. In dem täglichen Leben unſerer Frauen, wie es dahin ſchleicht zwiſchen verwegenſter Poeſie

und kleinlichſter Proſa, zwiſchen Hoffnung und Ent⸗

ſagung, zwiſchen großen Erwartungen und noch größe⸗ ren Enttäuſchungen, zwiſchen kleinen Leiden und noch weit kleineren Freuden, zwiſchen Irrthum, Lei⸗ denſchaft und ſchmerzlicher Erkältung in dieſem alltäglichen, unſcheinbaren Leben liegt, wenn ich nicht irre, ein Schatz von Poeſie, der noch lange nicht gehoben iſt. Auch ſind, wie es mir ſcheinen will, nicht diejenigen die wahren Anwalte der Frauen, die da behaupten, daß zwiſchen Mann und Weib kein Unterſchied der Fähigkeiten und daß dem Weibe daher auch alle Rechte und Beſchäftigungen des Man⸗ nes zuſtehen můßten: ſondern diejenigen, glaube ich, ſind es, welche die Eigenthümlichkeit der Frauen, das,

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