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allen Irrgängen des Lebens, bei allen Niederlagen, die wir durch das Schickſal und den noch viel ſchmerz⸗ licheren, die wir durch uns ſelbſt erfahren, niemals den Glauben aufgeben ſoll an die angeborene ſitt⸗ liche Kraft und jenen Funken des Göttlichen, den die Vorſehung in uns gelegt hat und den Niemand erſticken kann— als wir ſelbſt.
Das iſt denn auch hauptſächlich der Grund, weshalb ich mich, nicht ohne Zaudern, entſchloſſen habe, die nachfolgenden Blätter zu veröffentlichen. Es ſind keine ſpannenden Abenteuer, keine neuen und überraſchenden Charaktere, keine pikanten und glänzenden Gedanken, welche der Leſer darin findet: es iſt nur der ſchlichte Lebenslauf einer Frau, deren früheſte Kindheit von Verhältniſſen umgeben war, welche die gleichmäßige Ausbildung ihrer geiſtigen
und ſittlichen Kräfte verhinderten, und die daher auch ſpäterhin, als der Strom des Lebens die Wi⸗ derſtrebende ergriff, mannichfache Kämpfe beſtehen und vielfach irten und fehlen mußte, zuweilen ge⸗ rade da am bitterſten, wo ſie es am beſten gemeint hatte: bis ſie endlich durch Muth und Entſagung ſich hindurch rang, nicht blos zu jenem äußeren Frie⸗ den, ſondern auch zu jener inneren Klarheit, jener Heiterkeit und Ruhe der Seele, durch die der Abend


