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kommen können, ſo lange ſie die Hoffnung he⸗ gen durfte, ſich auf gütliche Weiſe mit ihrem Stiefvater zu verſtändigen. Jetzt war hierzu jede Ausſicht verſchwunden, und zugleich hatte der Argwohn, mit welchem ſie das väterliche Haus betreten, in der Zwiſchenzeit ſo mannig⸗ fache Nahrung erhalten; jetzt gab es nichts
mehr zu überlegen und zu zaudern, das Schwert
war ihr gleichſam in die Hand gedrückt, ſie hatte nur die Wahl, ob ſie es gegen ihren An⸗ greifer kehren wollte— oder gegen ſich ſelbſt.
Herr Waller konnte ihr in dieſer Angelegen⸗ heit nichts mehr nützen, der Beiſtand, den ſie
brauchte, mußte vor Allem ein rechtsverſtändi⸗ ger ſein. Und ſo, trotz alles Widerſtrebens, lenkte ſich ihr Auge denn immer und immer wieder
auf Herrn von Lehfeldt. Herr von Lehfeldt war Juriſt; wen ſie noch
über ihn geſprochen, hatte ſeine Geſchäftskennt⸗ niß, ſeinen Scharfblick und ſeine Energie ge⸗


