Teil eines Werkes 
3. Theil (1851)
Entstehung
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men gegen das Engelchen ſeit einiger Zeit ſanf⸗ ter und gleichmäßiger geworden. Wenn daſſelbe in die niedere Stube hineingeſchritten kam, zwi⸗ ſchen den klappernden Webſtühlen hindurch, an dem wortkargen Meiſter und dem eben ſo ſchweig⸗ ſamen Reinhold vorüber, vor ihr Bette, und der Glanz dieſes lieben Antlitzes ging nun klar und ſtill, wie der Mond, über dem armſeligen Lager der Kranken empor: da ſchien es auch, als ob die junge Dame den gewohnten Einfluß wieder gewonnen hatte, die Fluth ihrer Seele legte ſich und ſanft, freundlich, wie am erſten Tage, nickte ſie ihr lächelnd zu und flüſterte:

Bald, nun bald, liebes Engelchen, ich fühl' es, nun iſt die Stunde da, nun ſollſt du bald Alles wiſſen....

Aber weiter durfte Angelica auch nicht in ſie dringen, wenn nicht ſogleich wieder ein hef⸗ tiger Ausbruch der wildeſten und abenteuerlich⸗ ſten Phantaſien erfolgen ſollte.

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