eingeſehen hatte und ſich ganz davon loszuma⸗ chen wünſchte.
Und doch, ſo viel Reſpect ſie auch vor der gelehrten Einſicht des Juſtizraths hatte, ſo konnte ſie doch bei alledem die Stimme ihres Herzens nicht zum Schweigen bringen, die ihr unab⸗ tiſſig, in Schlaf und Wachen, zurief, daß hier ein Spiel mit ihr getrieben werde, ein argliſti⸗ ges, ein verbrecheriſches Spiel, ein Spiel mit dem Heiligſten, was es für ſie auf Erden gab und ſelbſt noch über die Erde hinaus: mit ih⸗ rer Freiheit, ihrer ſchweſterlichen Liebe und dem geheiligten Andenken ihrer Mutter. Sie mußte, ja ganz gewiß, und ob alle Menſchen ſie ver⸗ ließen, mußte dennoch das Geheimniß zerreißen, das hier obwaltete und deſſen Fäden ſich na⸗ mentlich auch zur kranken Lene hin erſtreckten.
Das Befinden dieſer Letztern hatte ſich in den jüngſten Wochen wiederum verſchlimmert. Aber in demſelben Grade war auch ihr Beneh⸗
1**


