Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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ihr klares, ewig heiteres Gemüth nicht verſtand, und der ſie eben darum doppelt ängſtigte. Aber auch hier hatte ſich alles verändert, ein präch⸗ tiger Altan war herausgebaut, die engen, klei⸗ nen Fenſter hatten ſich erweitert zu hohen, ſtol⸗ zen Glasthüren, duftige Blumengewinde, die über das zierliche Geländer herabhingen, ſchau⸗ kelten ſich luſtig im Nachtwind, und ſchienen der Wehmuth zu ſpotten, mit der Angelica zu ihnen emporblickte! Soviel Veränderungen ſeit ihrer Abweſenheit waren mit dem Gebäude vor⸗ genommen und doch ſo viel altes Bekanntes war auch jetzt noch vorhanden, daß Altes und Neues, in ſeltſamer Miſchung, vor den über⸗ raſchten Blicken des jungen Mädchens zuſam⸗ menfloß, und ſie, wie unter den Erſcheinungen eines Traumes, ſich bekannt und fremd, ver⸗ traut und unheimlich zugleich fühlte.

Ach, und wenn auch ſie ſich nun erinnerte, zu welchem Zweck ſie hierher zurückkam, und