Und da, gerade über, wo jetzt Alles ſo öd und finſter war, neben der alten Wendelſtiege, o wahrhaſtig, das war ja das trauliche Stüb⸗ chen, wo ſie ſo oft mit Julian beiſammenge⸗ ſeſſen, hinter ſeinen großen bunten Bilder⸗ büchern, und hatte ſich ausſpotten laſſen von ihm, daß ſie die lateiniſchen Namen ſo luſtig verdrehte! Da, zwiſchen dieſen jetzt ſo öden Mauern(denn ſie wußte wohl, daß Julian ſeit⸗ dem andere, viel prächtigere Gemächer bezogen) war jenes herzige Gelächter erklungen, im Chor, zu Dreien, das jetzt noch ſo ſüß in ihrem Ge⸗ dächtniß wiederklang und nach dem ſie ſich ſehnte— ach, ſo kindlich innig! Dicht darun⸗ ter— ja wohl, jetzt fand ſie ſich gleich zurecht, das waren die Fenſter, hinter denen ihre Mut⸗ ter zu wohnen pflegte, die ewig verhangenen, geheimnißvollen, zu denen ſie als Kind ſo oft in banger Sorge emporgeſtarrt hatte, nachgrü⸗ belnd über das Räthſel eines Schmerzes, den
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