Teil eines Werkes 
1. Theil (1851)
Entstehung
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Theurer Mann, ſagte ſie und gemeinſame Thränen aus dieſen Augenpaaren, die ſich ſchon ſo lange nicht mehr in gegenſeitiger Liebe an⸗ gelächelt hatten, tropften nieder auf die harte Rinde: drei Jahre ſind es, ſeit mein Vater dies Brod unter der Schwelle barg, drei Jahre ſind vergangen voll Noth und Jammer und unſere Herzen haben ſich oft von einander ent⸗ fernt. Ach theurer Mann, als ſie das Brod hier verſenkten unter Blumen und Segens⸗ ſprüchen, da dachten wir nicht, daß es ſo kom⸗ men ſollte mit uns... Ich klage nicht, ge⸗ liebter Mann, ich bin dein ehrliches, treues Weib, bis in den Tod, und feſt wie damals. Aber nun, da durch die Gnade Gottes ein neues Leben aufblüht zwiſchen uns, o mein Geliebter, laß uns unſere Hände legen auf dies harte Brod und laß uns zum Zeugen anrufen dieſen ſtillen, ſtummen Wächter unſeres Hau⸗ ſes wir wollen gut ſein, theurer Mann,