Bett zu gehn. Aber es thut nichts und ich denke ſchon nicht mehr daran.
Aber Margareth war ein Gedanke durch den Kopf geſchoſſen—
In dem Gebirg, wo dieſe Geſchichte ſich zuträgt, wie in vielen andern Gegenden Deutſch⸗ lands, iſt es ein alter Hochzeitgebrauch, den Neuvermählten am Tage der Trauung ein Laib Brod unter die Schwelle der Wohnung zu le⸗ gen: frommes Symbol, daß es dem jungen Paare niemals an Brod fehlen möge im Hauſe und daß ihr Fuß ſtets über Segen wandle!
Auch bei Margareth's Trauung war dieſe Sitte bewahrt worden; unter der Schwelle des Zimmers, in einem reinlich ausgeklebten Niſch⸗ chen, ſeit Jahren unberührt, lag der Laib Brod, den ihr Vater einſt, unter Thränen und Se⸗ gensſprüchen, da verſenkt hatte.
Sie kniete nieder, reichte das Brod hervor. Auch Konrad kniete neben ſie.


